Umweltgifte und Nahrungsmittelgifte verursachen Krankheiten

Verfasst von: DTKfrau Gabriele Maria Perklitsch
Biobauern Wiese
Biobauern Wiese  Bild: Gabriele M Perklitsch
Die zunehmende Chemikalisierung all unserer Lebensbereiche wird von Gesundheitsexperten zunehmend heftig kritisiert. Umweltgifte und Nahrungsmittelgifte sind laut Experten für einen rasanten Anstieg vieler Krankheiten in letzter Zeit verantwortlich. Es besteht Gefahr für die Gesundheit der Menschen, vor allem Kinder sind am stärksten betroffen. Auch der Zusammenhang zwischen chemischen Giften und dem rasanten Anstieg von Männern mit mangelnder Spermienqualität lässt österreich- wie deutschlandweit aufhorchen.

Umfragen haben ergeben: Viele Menschen in Österreich und Deutschland haben genug von der täglichen Vergiftungsattacke auf unsere Gesundheit, verursacht durch Industrie und Landwirtschaft. Sie wollen statt der industriellen Landwirtschaft eine Richtungsänderung zugunsten der Bio-Landwirtschaft. Die Gründe sind naheliegend: Sie sorgen sich um die Umwelt, die Tiere und das Klima, vor allem aber in erster Linie um die eigene Gesundheit und die Gesundheit ihrer Kinder, die Gesundheit ihrer ganzen Familie. Gesundes Leben sollte ein essentielles Lebensgrundrecht sein. Oder? Warum arbeiten Wirtschaft, Industrie, Landwirtschaft und Politik dagegen? Warum nehmen diese die Grundbedürfnisse ihrer Kunden und Wähler nicht wahr und setzen meist daran, falsche Entscheidungen zu fällen? Ist Geld wichtiger als Leben?

An Krankheiten wie dem Chronische Müdigkeitssyndrom, das Sick-Building-Syndrom oder das Multiple Chemikaliensyndrom leiden nach Expertenschätzungen schon rund 20 Prozent der deutschen und ähnlich gelagert rund 15 Prozent der österreichischen Bevölkerung. Die Dunkelziffer liegt weit höher. Die Diagnostik der Schulmedizin steht hintan. Falsche und fehlende Diagnosemethoden erschweren es, den kausalen Zusammenhang zwischen den Symptomen und Umwelt- und Nahrungsmittelgiften herzustellen. Genaue Ursachenforschung und Experten Know-How fehlen sowie organischen Befunde, da es sich um keine akuten, sondern um chronische Belastungen handelt. Spezialisten in diesem Bereich sind heute noch sehr rar und schnell überlaufen. Deshalb irren viele Leidgeplagten von Arzt zu Arzt ohne richtige Diagnose.

Abgase in der Luft, Schadstoffe in der Nahrung und dem Trinkwasser. Von Allem zu viel? Horrormeldungen der katastrophalen Auswirkungen von Chemikalien bei Chemieunfällen und Kriegseinsätzen mit chemischen Waffen lassen uns im Alltag kurz aufhorchen. Doch wer steht auf gegen die krankmachende Wirkung von uns ringsum umgebenden zivilen Umweltgiften wie Pestiziden in Obst und Gemüse, Dioxinen in Milchprodukten und Fleisch, Schwermetallen im Trinkwasser? Es wird sehr wenig dagegen unternommen. Die Bürger werden im Stich gelassen. Wen wundert es also, dass engagierte Umweltmediziner alarmieren und auf einen rasanten Anstieg umweltbedingter Erkrankungen aufmerksam machen wollen und die Macher in Politik und Wirtschaft zum richtigen Handeln aufrufen. Finden die unzufriedenen Bürger endlich Gehör?

In der Nahrung aus dem Supermarkt befinden sich krankmachende, künstliche Farb-, Geschmacks-, und Konservierungsstoffe, dann synthetische Duftstoffe in Kleidung, Kosmetika oder Waschmitteln. Wir kommen täglich mit Tausenden von Chemikalien in Kontakt. Von den wenigsten der heute weltweit über 80.000 Chemikalien ist jedoch bekannt, wie sie auf den menschlichen Organismus wirken. Jedes Jahr kommen rund 1.500 Neue hinzu. Wir sind alle betroffen davon und jeder erhält gratis mit jedem gekauften Produkt einen täglichen Giftcocktail. Wie soll sich Otto-Normalverbraucher hier noch zurechtfinden? Lebensmittel sind schon eher chemische Produkte als Nahrungsmittel. Ein Blick auf die Verpackung und Inhaltsstoffe genügt. Dann doch lieber zurückstellen in das Regal? Die meisten Konsumenten sind total verunsichert.

Doch der kritische Konsument informiert sich immer genauer, liest die Inhaltstoffe und Zusatzstoffe und erkennt zumindest schon einigermaßen bedenkliche Stoffe, die z.B. krebserregend sein können. Aufmerksame Konsumenten erkennen immer mehr diese Mogelpackungen mit Mogelversprechungen. Je aggressiver die Werbung, desto eher zu meiden. Die meisten verarbeiteten Lebensmittel aus dem Supermarkt-Regal können uns chronisch krank machen oder Krebs auslösen. Sehr bedenklich, oder? So fragen vor allem kranke Menschen, wo sie denn überhaupt noch nahrhafte Nahrungsmittel herbekommen. Solche, die auch leistbar sind. Also müssen Bio-Produkte her. Aber wie kann man mit einem durchschnittlichen Haushaltseinkommen sich diese nahrhaften und nicht schädigenden Produkte für den Alltag und die Familie denn leisten? Ein Luxus für Reiche?

Was tun? Politik und Wirtschaft sowie Landwirtschafts-Verantwortliche sollten endlich das Richtig tun: sich um das Leben und die Gesundheit der Menschen kümmern und keine Mogelpackungen am laufenden Band produzieren. Es geht nicht an, dass die Hersteller krankmachender Produkte sogar gefördert werden und z.T. besonderen Rechtschutz genießen (es gibt davon genügend erschreckende Beispiele z.B. ein Biobauer im Kampf gegen Pestizidabdrift der ansässigen Apfelbarone im Tal), die Produzenten von gesundheitsfördernden Produkten hingegen einen Hürdenlauf nach dem Anderen absolvieren müssen. Die Politik sieht tatenlos zu. Die Gerichte urteilen gegen den gesunden Menschenverstand und die Gesundheit der Menschen. Da fragt man sich wirklich, ob dies alles rechtens ist.